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 Die Grafik

 

Weiden (ddp) (Kommentar zum Artikel unten)

Das Strafmaß ist mit 3 Jahren leider viel zu gering. 13 Jahre wären in diesem Fall durchaus angemessen gewesen, wenn auch rein rechtlich wohl noch nicht möglich. 

Immer noch zeigen sich Gesetzgeber und Justiz relativ unwillig oder nicht imstande, besonders verabscheuungswürdige Verbrechen gegenüber Schwachen und Wehrlosen aus besonderen Vertrauensstellungen heraus angemessen, d.h. nachhaltig zu bestrafen. 

Zu begrüßen ist das lebenslange Berufsverbot, wenn es auch nicht nur auf seelsorgerische Tätigkeit in Verbindung mit Kindern und Jugendlichen, sondern überhaupt für jedweden mißbrauchserleichternden Kontakt in Bezug auf Kinder und Jugendliche zum Schutze eben dieser gelten sollte.

 

Quelle: Erlanger (Nürnberger) Nachrichten vom 14.5.3, Seite 17.

 

 

SEXUELLER MISSBRAUCH

"Die Opfer kriegen immer lebenslänglich"

Von Annette Langer

Kristin Ewert erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Vater: Er soll die heute 45-Jährige als Kind systematisch missbraucht haben. Nun fordert sie Gerechtigkeit - zu spät, denn der Fall ist verjährt. Sollte Deutschland wie jüngst die Schweiz das Sexualstrafrecht ändern?

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Wenn Kristin Ewert* damals ihren Vater besuchte, musste sie Mittagsschlaf halten. Seltsam fand sie das. Denn sie war zwölf Jahre alt, schließlich kein Baby mehr. Das sah der Papa offenbar genauso. Ewert zufolge begann er, sich zu ihr zu legen, sich an ihr zu reiben - sie so anzufassen, wie es sich nicht gehört für einen Vater. Für niemanden.

 

KINDESMISSBRAUCH: KEINE VERJÄHRUNG FÜR DIE OPFER


"Ich habe jahrelang gedacht, er braucht das", sagt die heute 45-Jährige. Ihr Vater sei "ein Gott" für sie gewesen: unangreifbar, allwissend und fürsorglich. Sie habe ihm "etwas zurückgeben wollen für alles, was er für mich getan hat". Ein Rechtsanwalt, gebildet und angesehen, eine Stütze im sozialistischen System der DDR.

Auch die Mutter war Juristin - allerdings keine Stütze für Kristin. Unterkühlt und angespannt sei das Verhältnis gewesen, so schwierig, dass das Mädchen froh war, fünf Jahre nach der Scheidung endlich zum Vater ziehen zu können.

Der wartete auf sie mit Aufmerksamkeiten, Geschenken und "väterlichen Liebesbekundungen". Zwei- bis dreimal in der Woche soll er zu Kristin aufs Zimmer gekommen sein. "Manchmal wurde ich wach, und er saß schon da und hat gefummelt." In Indien würden die Väter das auch mit ihren Töchtern machen, das "stärkt den Familienzusammenhalt", soll er gesagt haben.

Der Widerwille in Kristin wuchs. Nach Kräften versuchte sie, ihn zu betäuben: Alkohol und Tabletten brachten das Mädchen über den Tag. Sie litt an Bulimie, "kotzte sich die Seele aus dem Leib", und war ständig auf der Flucht. Nur weg vom Vater, irgendwo übernachten, bei Freunden, Bekannten, zur Not vom gesparten Taschengeld im Hotel. "Das war das Schlimmste: dass ich nie nach Hause gehen konnte. Dass niemand mir geholfen hat. Diese Panik, die totale Verlassenheit."

Verjährung;Wer zu spät kommt kann nicht klagen

Ewerts Vater wollte sich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nicht zu den Vorwürfen äußern. In einem Brief an die Tochter vom 22. November spricht er von einem "Vernichtungskampf gegen mich": "Du hast die Duldungsgrenze überschritten. Du musst mit Konsequenzen rechnen", heißt es da.

Ob der heute 70-Jährige die ihm vorgeworfenen Straftaten begangen hat, wird gerichtlich nicht mehr zu ermitteln sein. Denn laut deutschem Recht verjährt sexueller Missbrauch an Kindern zehn Jahre nach Volljährigkeit des Opfers. Bei schwerem sexuellen Kindesmissbrauch, sexueller Nötigung oder Vergewaltigung liegt die Frist bei 20 Jahren.

 

Ein Dilemma, das die Hamburger Opferanwältin Gisela Frederking nur allzu gut kennt: "Aus der Praxis wissen wir, dass es sehr lange dauert, bis Missbrauchsopfer in der Lage sind, die Straftat anzuzeigen. Erst wenn sie darüber reden, in Therapie gehen und verdrängte Bilder zulassen, kommen viele zu dem Schluss, dass der Missbrauch geahndet werden muss." Und genau dann sei es häufig zu spät.

"Ich persönlich plädiere für eine Unverjährbarkeit von Sexualstraftaten", sagt Frederking. Was für Mord und Völkermord gelte, müsse auch bei sexuellem Missbrauch möglich sein, der häufig über viele Jahre stattfinde und "so unendlich viel zerstört".

Name von der Redaktion geändert

 



Freitag, 2. März 2007
USA rigoros
Kinderschänder am Pranger

Er habe einen "süßen kleinen Hunde-Welpen zu Hause", erzählte lockend Jesse Timmendequas der sieben Jahre alten Megan Nicole Kanka. Das Mädchen in dem kleinen US-Städtchen Hamilton Township vertraute dem Mann aus der Nachbarschaft - und wurde brutal vergewaltigt. Anschließend versuchte der wegen einschlägiger Delikte mehrfach vorbestrafte Mann das Kind umzubringen, indem er seinen Kopf gegen eine Kommode schlug und ihm schließlich eine Plastiktüte über den Kopf stülpte, um es zu ersticken. Schließlich erwürgte der 33-Jährige das Mädchen mit einem Gürtel.

Der grausame Fall im Sommer 1994 wühlte die Amerikaner auf und hatte gravierende gesetzliche Folgen. Denn seither müssen sich in allen US-Bundesstaaten Sexualstraftäter auch nach Verbüßung ihrer Strafe bei der örtlichen Polizei melden. Sie sorgt dafür, dass in Registern und im Internet jedermann seine Nachbarschaft auf ehemalige Sexualstraftäter kontrollieren kann. Inzwischen ist der Kampf gegen Kinderschänder weiter verschärft worden - und ein Ende der Maßnahmen ist nicht absehbar.

Erhoffte Wirkung bleibt aus

Wie im Kampf gegen die ausufernde Kriminalität oder gegen den Alkoholkonsum
Jugendlicher dominiert in den USA auch für Kinderschänder das Prinzip des Rigorismus: Wer Kinder missbraucht, verletzt oder gar tötet, muss mit Jahrzehnte langem Gefängnisaufenthalt, der Todesstrafe oder dem öffentlichen Pranger im Alltag und im Internet rechnen. Aber ebenso wie bei der Bekämpfung von Verbrechen und jugendlichen Alkoholexzessen scheinen die drastischen Maßnahmen bei Sexualstraftätern nicht die erhoffte Wirkung zu haben.

In den USA ist Brutalität gegen Kinder trauriger Alltag: 872.000 Fälle, davon 1.490 mit tödlichem Ausgang, listet die jüngst verfügbare Statistik der US-Gesundheitsbehörden für 2004 auf. Rund zehn Prozent dieser Kinder seien
sexuell missbraucht worden. Wissenschaftler schätzten Regierungsberichten zufolge, dass vermutlich jedes fünfte Mädchen und jeder zehnte Junge in den USA irgendwann einmal sexuell missbraucht werden. Allerdings werden hier auch Jugendliche dazu gezählt, deren Sexualkontakte mit Erwachsenen in anderen Staaten der Welt nicht unbedingt strafbar wären.

Mehr als 500.000 Sexualstraftäter registriert

Inzwischen sind nach Angaben des Nationalen Zentrums für vermisste und ausgebeutete Kinder (NCMEC) in Alexandria (Virginia) über eine halbe Million Personen in den USA als Sexualstraftäter registriert. Vielen genügt das allerdings nicht. Abgeordnete im Bundesstaat Ohio haben jetzt einen erneuten Anlauf gemacht, um solche Täter öffentlich noch kenntlicher zu machen. Sie fordern
fluoreszierend grüne Kennzeichen für die Fahrzeuge der Verurteilten nach der Haftentlassung. Manche Bundesstaaten verlangen bereits eine besondere Markierung in den Führerscheinen von Sexualstraftätern.

Vielerorts soll das Strafrecht weiter verschärft werden. Schon jetzt sind langjährige Haftstrafen die Regel bei Kindesmissbrauch. Auch junge Lehrerinnen, die Affären mit jugendlichen Schülern hatten, wurden für mehrere Jahre ins Gefängnis geschickt. Ein Gericht in Arizona verurteilte einen Lehrer zu 200 Jahren Haft, weil auf seinem Computer Kinder-Pornografie gefunden worden war. Der Gouverneur von Connecticut, Jodi Rell, will erreichen, dass bei schwerem Kindesmissbrauch eine Mindeststrafe von 25 Jahren verhängt wird. In 23 Bundesstaaten müssen laut "USA Today" Sexualstraftäter auf Bewährung eine elektronische Fessel tragen. In
vielen Orten dürfen die Vorbestraften keinen Wohnsitz in unmittelbarer Nähe von Schulen, Kindergärten oder Spielplätzen haben.

In Utah hat das Abgeordnetenhaus im Februar mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, wonach dort als sechstem US-Bundesstaat die Todesstrafe bei Kindesmissbrauch oder Kindesentführung mit Todesfolge obligatorisch ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Tod beabsichtigt war. Initiator des Gesetzes war der Republikaner Paul Ray, der sich über die "zu milde Strafe" von 15 Jahren gegen den Sexualstraftäter Ryan Andrews empört hatte.

Dieser hatte vor einem Gericht in Syracuse zugegeben, seine zehnjährige Tochter
schwer misshandelt zu haben. Sie starb der Autopsie zufolge an den Folgen unzähliger Bisse und Prellungen. Der Staatsanwalt konnte nicht nachweisen, dass der Vater und die an den Misshandlungen beteiligte Stiefmutter die Absicht gehabt hatten, das Kind zu töten. Todesurteile seien "Strafe und Abschreckung zugleich", meinte Ray. In Tennessee und Texas gibt es sogar Gesetzesinitiativen, denen zufolge künftig auch schwerer Kindesmissbrauch mit der Todesstrafe geahndet werden soll, selbst wenn das Opfer überlebt.

(Laszlo Trankovits, dpa)
Adresse:
http://www.n-tv.de/773044.html

 

 

 
Freitag, 2. Februar 2007
Fragwürdige Amnestie
Der Kinderschänder kommt frei

Von Hommy Dara, n-tv Asienkorrespondent

Erinnern Sie sich noch an Gary Glitter? Das war der Rockstar in England, der unter dem Namen Paul Francis Gadd geboren wurde und Hits wie "I'm the Leader of the Gang" oder "I Love You Love Me Love" sang und damit einem Millionenpublikum bekannt wurde. Spätestens 1997 wurde er weniger wegen seiner Trällerstimme, sondern wegen seiner pädophilen Neigung "berühmt". Der damals 57-jährige
hatte Kinderpornos auf seinem Laptop und wanderte für vier Monate in den Knast ? das war noch in England.

Im Jahr 2002 wurde er dann aus Kambodscha ausgewiesen. Sie ahnen schon warum: Kindesmissbrauch. Drei Jahre später schlug das Schicksal etwas härter zu. In Vietnam wurde er wegen Kinderschändung zu drei Jahren Haft verurteilt. Nicht nur, dass er mit einem 15-jährigen Mädchen in eheähnlicher Gemeinschaft gewohnt hatte ? nein, er hatte auch noch zwei andere Kinder im Alter von zehn und elf Jahren missbraucht.

Heute wollte die zivilisierte Welt ihren Augen nicht trauen, als über die Agenturen verbreitet wurde, dass der Pädophile von der vietnamesischen Regierung begnadigt werden soll. Damit hätte der Mann für eines der schlimmsten Verbrechen, welches ein Mann begehen kann, genau ein Jahr in Haft verbracht. In Kürze soll er abgeschoben werden. Man kann nur staunen!

Die Weltöffentlichkeit darf gespannt sein, wohin es Herrn Glitter als nächstes zieht. Sein Heimatland wird es wohl nicht sein, denn dort müssen Leute wie er sich regelmäßig bei der Polizei melden und sein Name erscheint im Internet ?
inklusive Adresse. Es darf zwischen Laos, Thailand und Brasilien spekuliert werden.

Wer glaubt, der Kinderschänder hätte in Europa strafrechtlich noch etwas zu befürchten, der irrt gewaltig. Juristisch gesehen hat er seine Strafe abgesessen.
Doch jedes Land dieser Welt ist gut beraten, diesem Mann die Einreise zu verweigern.
Adresse:
http://www.n-tv.de/761652.html


 

 

 

Die Wunden der Vergangenheit werden geheilt durch positive Gedanken an die Zukunft...

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